Pflanzenheilkunde

Wie man durch Berichte der römischen Schriftsteller Plinius und Columella (1. Jahrhundert n. Chr.) erfährt, brachten die Einwanderer aus dem Süden ihre eigenen Würz- und Heilkräuter mit. Die Raute (lat. ruta), Salbei (lat. salvia) aber auch Anis, Dill, Kerbel, Senf und Koriander weisen auf einen lateinischen Ursprung und werden auch heute noch gern als Heilkräuter Tee gereicht. Auch Nutzpflanzen wie Kürbis, Gurken, Spargel, Sellerie, Knoblauch und Rüben gedeihen in den römischen Gärten. Während der Völkerwanderung (2. bis 6. Jahrhundert n. Chr.) und in den nächstfolgenden Jahrhunderten wird dieser erste reiche Gartenbau vernichtet, und es geht dabei auch manche der früheren Errungenschaften im Gartenbau wie auch im Wissen um die Pflanzenheilkunde wieder verloren. Über den deutschen Bauerngarten des Mittelalters liegen fast keine schriftlichen Berichte vor. In dieser Zeit haben die Klöster die Kultur des Gartens bewahrt. Mit dem Begründer des abendländischen Mönchtums Benedikt von Nursia (480-547 n.Chr.) und dem ersten Kloster - Montecassino bei Neapel im heutigen Italien (529 n. Chr.) - der Keimzelle des Benediktinerordens beginnt sich auch das antike medizinische Wissen um die Heilpflanzenkunde wieder zu verbreiten. Wichtig in dieser Zeit sind die Ordensregeln des Benedikt von Nursia, auch als Benediktusregeln bekannt.

Pflanzenheilkunde in Pflanzenheilkunde

Sie sagen unter anderem aus, dass die Sorge um den Körper ebenso wichtig wie die Sorge um die Seele sei. Vermutlich werden in Montecassino schon Kräutergärten mit Heil Pflanzen angelegt. Von dort aus verbreiten sich die Benediktiner in die verschiedensten Länder und bringen auch ihr Wissen um Heil Pflanzen mit. Die Pflanzenheilkunde breitet sich aus. Die Heilpflanze Kamille wird wichtig. Die Heilpflanze Kamille hat entzündungshemmende und antiseptische Wirkung. Auch heute noch wird die Heilpflanze Kamille als Tee geschätzt. Um 500 n.Chr. beginnen Mönche auch auf germanischem Boden kontinuierlich Klöster zu errichten. Die benediktinischen Ordensregeln werden von den Mönchen übernommen und verbreitet.

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